Im Reigen der Nacht

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Die Sonne geht unter.
Die Dämmerung beginnt.
Nebelschwaden ziehen durchs Land.
Mit ihnen finstere, furchterregende Gestalten.
Sie sehen mich an, lauern mir auf.
Scheinen mir zu zuwinken.
Rufen mich zu sich.
Laden mich ein… zum Reigen der Nacht.

Ich drehe mich um. Laufe schnell weg.
Suche Schutz im großen Wald.
Schmiege mich an Bäume.
Versuche zu verschmelzen.
Im Finstern der Nacht.
Nur nicht gesehen werden.
Das ist meine größte Angst.
Furcht lässt mich zittern.
Panik, mich wie ein Mantel umgibt.

Immer das Gleiche.
Jeden Abend auf’s Neue.
Das Licht schwindet und Finsternis zieht übers Land.
Angsteinflößende Geschöpfe kriechen aus dem Nebel.
Scheinen mich täglich zu suchen.
Um mich zu locken, mich mit zu nehmen.
Strecken aus ihre Arme… zum Reigen der Nacht.

Doch immer bin ich schneller.
Drehe mich um.
Laufe um mein Leben.
Verstecke mich im Wald.
Tauche ab im Schutz der Bäume.
Fürchte mich.
Habe Angst um meine Welt.
Mein Mantel der Panik, wärmt mich auch nur zum Teil.
Und immer folgen die Gestalten mir.
Lungern rund um den Wald.
Holen kommen sie mich nicht.
Keine Ahnung warum.
Winken mir zu… zum Reigen der Nacht.

Tag für Tag, Nacht für Nacht.
Auch heute wieder.
Und im Schutze des Waldes, heut wird es mir klar.
Flüchte jeden Abend.
Schaue nicht hin. Renne davon.
Habe nur das Licht für mich.
Denn der Schatten, nein der ist nichts für mich.
Betrüge mich um halbe Lebenszeit.
Ja heute wird es mir klar.
Zum Licht der Schatten gehört.
Jedes für sich nur ein Halb.
Transformation durch Entwicklung sich gebiert.
Mein Entsetzen, ja das ist groß.
Abwehr und Grauen, kriechen jetzt hoch.
Lang unterdrückte Tränen, drängen sich vor.
Doch einmal begonnene Gedanken, kennen kein Zurück.
Sehe endlich ganz deutlich.
Diese grauenvolle Schatten gehören zu mir.

Weiß nun meine nächsten Schritte.
Die Wahl ich nun nimmermehr hab.
Muss tun, was zu tun ist.
Die Furcht, die ist groß.
Da muss ich nun durch.
Warte auf das Dunkle.
Bis kommen die Nebel.
Mit ihnen die dunklen Gesellen.
Sie rufen mich.
Sie winken mir zu.
Meine Beklemmung wächst.

Dreh mich diesmal nicht weg.
Kämpfe mit meiner Panik.
Und doch geh ich weiter.
Mutig halt ich mich aufrecht.
Tiefer rein in die Nacht.
Hin zu den grauenhaften Gestalten.
Die warten in dunkelster Nacht.
Warten auf mich.
Bis ich es wage.
Beobachten meine Schritte.
Halten auf ihre Hände.
Dann bin ich bei Ihnen.
Voller Bangen, was nun wohl passiert.
Sie umringen mich.
Bin nun in ihrer Mitte.
Gibt keinen Ausweg mehr.

Und jetzt erst beginnt er.
Der Reigen der Nacht…


einfach. echt. du selbst.
phoenix

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