Was ist Schatten

Was ist Schatten

Von Schatten & dunklen Seiten

Der Schatten, das Unbekannte in unserem Wesen. Er ist das Angst machende Dunkle. All dies, was wir nicht gerne sehen wollen und wir uns auch oft nicht wirklich verantwortlich fühlen. Oder wollen.

Für mich bedeutet Schatten, alles was mich stört, nervt, ärgert. Überall wo Widerstand in mir ist. Im Grunde, ist der Schatten unser Schatz. Der bereit ist zum Heben. Alles was mich stört, da ist Schatten drin. Schatten sind dunkle Seiten in uns, die wir unbewusst verdrängt haben. Das können Eigenschaften von uns sein, die wir nicht mögen. Oder Gefühle, Persönlichkeitsanteile, bestimmte Aspekte. Wir lehnen sie so sehr ab, weil wir sie nicht mögen. Nicht haben wollen. Und sie deshalb unterdrücken. Auch ich habe das natürlich lange getan, bis sich mir so wunderbare Schattentools aufgetan haben, die mein Leben von Grund auf verändert haben. Mehr davon auf meiner „Über mich-Seite“.

Die Bezeichnung „Schatten“ wurde geprägt durch C.G. Jung (ein Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie). Er prägte den Begriff des Schattens, für alle verdrängten Teiler unserer Persönlichkeit, die wir aus unserem „sichtbarem Leben“ verbannen bzw. verbannt haben.


ICH + SCHATTEN = DAS SELBST
– C.G.Jung –

 

Wie erkennst du Schatten

Immer dann, wenn du emotional auf etwas regierst. Wenn dich etwas belastet, traurig oder wütend macht. Wenn du länger als 3 Sekunden emotional drauf reagierst, kannst du sicher sein, es hat etwas mit dir zu tun.

Wenn du dich kurz mal ärgerst und dann ist es auch wieder weg, dann wird nicht dein Thema sein. Weil du nicht so lange daran fest hältst. Du eben nicht in Resonanz damit gehst. Dann darfst du es einfach ziehen lassen. Keine Angst, falls es doch mit dir zu tun haben sollte, dann wird es wieder kommen. Und sich wieder zeigen. In verschiedenen Facetten oder Situationen.

Woher kommen Schatten

Von uns selber. 
Wir produzieren ständig Schatten. Das ist völlig normal und menschlich. Immer dann, wenn wir eine Eigenschaft verdrängen, die wir wir nicht haben wollen oder nicht fühlen, erzeugen wir unbewusst Schatten. 

Du fühlst z.b. Neid, Eifersucht, Traurigkeit, Wut bei bestimmten Situationen oder bei bestimmten Menschen. Dir ist dieses Gefühl vielleicht dann unangenehm oder schämst dich sogar deswegen. Du willst dieses Gefühl nicht fühlen. Nicht da haben. Dann schiebst du es weg. Somit ist es aus deinem Sichtfeld. Aber eben nur aus dem Sichtfeld. Dieses Gefühl ist ja dennoch da. Du versteckst es nur. Und manchmal sehr gut. 

Es kann auch gut sein, dass wir schon sehr früh, in der Kindheit erfahren, dass diese und jene Eigenschaften nicht gut ankommen bei Eltern, Freunden, Lehrer. Nicht erwünscht sind. Auch hier, schieben wir schnell bestimmte Aspekte weg, denn wir wollen ja gefallen. Jedes Kind will gefallen. 

Und so denken wir, dass wir mit diesen oder jenen Eigenschaften nicht richtig sind oder „so“ nicht sein wollen, weil es bei anderen nicht gut ankommt. Unsere Schlussfolgerung daraus war, dass wir „so“ nicht richtig sind. Und wenn ich dann an bestimmte Aussagen denke, von denen wir alle, mehr oder weniger, mit geprägt werden, wird mir ganz Angst und bange.

Aussagen wie:
Mädchen sollen lieb und brav sein aber nicht wild.
Heul nicht, du bist doch kein Mädchen.
Jungen weinen nicht. 
Ängstlich sein, wie ein Mädchen.

Da gibt es viele solcher Sätze und du wirst wohl einige kennen.

Was geben wir da unseren Kindern nur mit? Auch dies muss schon früh Schatten erzeugen, denn Kinder werden richtig gehend angehalten bestimmte Aspekte ihres Seins zu verbergen…

BEISPIEL – SCHATTEN AUS KINDHEIT

Beispiel „Das wilde Mädchen“

Ein kleines Mädchen. Sie ist lebenslustig, wild, spontan und ungestüm. Klettert auf Bäume, ist mutig, sie hört des öfteren „Du hättest ein Junge werden sollen/können).

Wenn es dann z.b. zu wild ist und deshalb geschimpft oder von anderen Kindern ausgestoßen wird, dann kann es sein, dass dieses wunderbare kleine Mädchen beginnt diese Wildheit zu verdrängen. Dann beschließt das kleine wilde Mädchen zukünftig nicht mehr wild zu sein sondern lieb und sanft. Will „braver“ sein, um zu gefallen. Sie schiebt diese Wildheit weg und verdrängt sie. Assoziiert womöglich ihre naturgegebene Wildheit mit „das ist schlecht“.

Wächst dieses kleine Mädchen nun zur Frau, ist es möglich dass sie wildes, ungezügeltes Verhalten als Erwachsene bei anderen strikt ablehnt. Und in späterer Folge auch bei ihren eigenen Kindern.

Es kann passieren, dass sie sich von Wünschen abspaltet, die ein bisschen Wildheit einfordern würde, sich z.B. bestimmte Sportarten verwehrt, weil sie es mit „wild sein“ unbewusst in Zusammenhang bringt. Oder sie beschneidet ihre „wilde“ Kreativität, die es braucht sich zu entfalten. Oder…oder…oder…es kann viele verschiedene Auswirkungen haben, wenn hier ein wichtiger Aspekt von einem Selbst verdrängt, versteckt oder weggeschoben wird.

So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich sich diese Verdrängung des Schattens auswirken kann. Tatsache ist aber, dass es sich auf irgendeine Art und Weise später zeigen wird.

Warum? Weil dieser Aspekt einfach gelebt werden will. Da sein will. Und so sucht sich der Schatten verschiedene Wege um sich später bestimmt irgendwie bemerkbar zu machen.

Wenn wir uns unseren Schatten hinwenden, so ist das kein Hinsehen zu schlimmen, furchtbaren Seiten, sondern wir bergen unsere eigenen Schätze. Holen uns ein Stück weit mehr Lebensenergie zurück.

Wann zeigen sich diese dunklen Aspekte

Immer dann, wenn etwas zu lange verdrängt wurde. Oder zu stark

Meist drängt ein verborgener Aspekt an die Oberfläche, wenn er zu lange weg geschoben und nicht beachtet wurde. Oder wenn du sehr weit von deiner Mitte entfernt bist, wenn ein Pol einer Eigenschaft zu sehr betont wurde. Schatten zeigt sich, damit du wieder mehr in deine Mitte kommst. Er bietet die Möglichkeit hinzusehen. Er zeigt dir auf WO du hinsehen sollst, WO etwas nicht ganz im Ausgleich ist. Er bietet dir die Chance immer ganzer zu werden.

Viele wundervolle AHA-Momente mit deinen neuen Freunden, den Schatten wünsche ich dir von ganzem Herzen. Du wirst erkennen, wie befreiend es sein kann so tolle Wegweiser und Botschaften von ihnen zu erfahren! Wenn du Unterstützung brauchst, helfen meine Schatten-Clearing-Geschichten ganz wunderbar dabei.
Gerne erzähle mir, wie es dir damit geht und was du erlebst.
Wenn du Fragen hast, freue ich mich auch auf diese.

Lichtvolle Herzensgrüße,
Belinda

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